Ein letzter HerbstWinD

Vom 20. Oktober bis 22. Oktober waren Anna-Maria und Silke für die PFIF beim letzten HerbstWinD, das es in dieser Form geben wird.

Nach einem Beschluss vom BMZ wird das WinD-Programm zum 31.12.2017 eingestellt. Daher stand das diesjährige HerbstWinD unter dem Motto „wandelwärts“. Wir haben uns gemeinsam mit vielen WinD-Aktiven damit auseinandergesetzt, wie die Motivation, Inspiration, Ideen und Projekte aus dem Netzwerk weitergetragen werden kann, auch wenn der bisherige Rahmen, den das WinD-Programm geboten hat, wegfällt.

Die Entscheidung, WinD abzuschaffen, wurde in einem für uns recht undurchsichtigen und schnellen Prozess getroffen. Daher stellt sich nun die Frage, welche Programmkomponenten an welcher Stelle weitergeführt werden. Klar ist bislang, dass die finanziellen Fördermöglichkeiten zum Aktionsgruppenprogramm (kurz AGP, für Anträge bis zu 2000€) und Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (kurz FEB, für Anträge ab 2000€) wandern werden. Der Vernetzungs- und Veranstaltungsteil, der das WinD-Programm für uns so einzigartig machte, soll zu großen Teilen im Programm Bildung trifft Entwicklung (kurz BtE) in den Regionalen Bildungsstellen weitergeführt werden.

Um auszuloten, wie die Zusammenarbeit und Vernetzung zukünftig aussehen könnte, waren vier Vertreter*innen von BtE am Samstag für eine Diskussion anwesend. Es kristallisierte sich heraus, dass aufseiten der BtE Bildungsstellen großes Interesse besteht, das WinD-Programm (wenn auch unter anderem Namen) aufzunehmen und weiterzuführen. In welchem finanziellen Umfang und in welchen geographischen Rahmen, ist – auch aufgrund der Bundestagswahlen und Koalitionsverhandlungen – noch nicht ganz klar. Gemeinsam mit den WinD-Koordinator*innen wollen wir uns in den Prozess der weiteren Ausgestaltung von Rückkehrengagement einbringen. Um dieses Thema ganz grundsätzlich auch auf der politischen Ebene präsent zu machen und zu behandeln, laden wir weiterhin alle interessierten und WinD-verbundenen Menschen ein, unsere Petition zu unterzeichnen.

Abseits der Diskussionen um die Zukunft von WinD haben verschiedene Workshops zu den Themen Gender, Klimawandel und Energie, gewaltfreie Kommunikation und Ideale&Arbeit stattgefunden. Gemeinsam war all den Workshops, dass es neben inhaltlichem Input auch viel Raum für Diskussionen für persönliche Handlungsmöglichkeiten gab. Die Inspiration und Energie der Workshops trug sich zum Teil auch in die Abende hinein, die bei alkoholfreien Wandel-Cocktails und der eigens von den Wind-Koordinator*innen zusammengestellten Wandel-Playlist genossen wurden.

Am Sonntag haben wir uns beim Markt der Möglichkeiten an unserem Stand mit weiteren Interessierten über Möglichkeiten und Bedürfnisse für Rückkehrengagement ausgetauscht und über die Arbeit von PFIF gesprochen. Das Wochenende endete dann mit einer (teilweise sehr emotionalen) Abschiedsrunde von WinD. Aktive, die das Programm teilweise seit Beginn begleiten; Menschen, die in den letzten Jahren hinzugestoßen sind; und Menschen, die an diesem Wochenende ihren ersten Kontakt mit WinD hatten, schauten zurück und sagten danke. Nicht zuletzt an Dagny, die Programmkoordinatorin von WinD, die in den letzten sieben Jahren all das, was über WinD gelaufen ist, entscheidend ermöglicht hat.

Auch wenn die Zukunft noch ein wenig ungewiss ist, steht eines fest: WinDstill wird es so bald nicht!

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