Triff PFIF – Perspektiven der Süd-Nord Vernetzung

Ein produktives Seminarwochenende liegt hinter den rund 21 Interessent*innen und aktiven PFIF Mitgliedern. Unter dem Motto „Triff PFIF“ fand sich die Gruppe 13. – 15. Juni 2014 im Seminarhaus Haus Holon am Ufer der Havel in Alt-Tegel, Berlin ein, um über die Grundstrukturen der politischen Freiwilligenvertretung zu lernen, diskutieren, kritisieren und neue Ansätze zu formulieren.

Im Nachgang sagte dazu ein Nico Bosbach, Teilnehmer des Treffens: „Es war ein sehr bereicherndes Wochenende bei PFIF. Für mich war es neu, dass es eine Bewegung gibt die versucht in den Weltwärtsgremien zu partizipieren und sich einzubringen.“ Im Vordergrund stand die Frage, ob das PFIF-Liquid-Democracy-Konzept kompatibel für die neu etablierte Süd-Nord Komponente des weltwärts Programms sein könnte und welche Weiterentwicklungen dazu notwendig würden. Incomingfreiwillige, ehemalige Freiwillige im Süden und Freiwilligenvertreter*innen diskutierten außerdem die aktuellen Problemfelder von Incoming-Freiwilligendiensten. „Da wäre zum einen die große Problematik bei der Visa Vergabe, für die deutschen Botschaften im jeweiligen Ausreiseland verantwortlich sind, fehlende Vernetzungsmöglichkeiten für Incoming Freiwillige sowie scheinbar unzureichende Unterstützung bei Ankunft in Deutschland“, berichtet Tim Kappelt, Delegierter der AG Süd-Nord.

Zunächst präsentierte Jan Wenzel als externer Referent vom Qualitätsverbund ventao, Verein entwicklungspolitischer Austausch-organisationen,  den aktuellen Stand der neuen Süd-Nord Komponente.
Mit dieser Grundlage ging es in verschiedene Workshop-Phasen, bei denen wir unter den Seminarteilnehmenden drei der ersten Incoming-Freiwilligen in den eigenen Reihen begrüßen durften, die die Debatte aus einem ganz anderen Blickwinkel bereichern konnten. Die Hauptthemenfelder können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Support: Unterstützung von Incoming-Freiwilligen
  • Mögliche (Selbst-)Repräsentierung von Incoming Freiwilligen
  • Vernetzungsmöglichkeiten für Incoming-Freiwillige schaffen
  • Sicherstellung angemessener Seminare und Betreuung durch Aufnahmeorganisationen

Das Seminarwochenende konnte dabei als produktiver Auftakt für eine Arbeitsgruppe zur Thematik Süd-Nord innerhalb PFIF gesehen werden. „Ich habe von dem Wochenende viel Motivation für kommende Projekte mitgenommen und freue mich auf einige Jahre Weltwärts Rückkehrerarbeit“ bestätigt Nico diesen Eindruck. Gemeinsam sollen nun in den folgenden Wochen die bereits formulierten nächsten Schritte umgesetzt werden. Wir freuen wir uns über die bisherige Resonanz und hoffen weitere Mitstreiter*innen für die Arbeit und ebenfalls für PFIF gewinnen zu können. Neben Vernetzungstreffen mit potentiellen Bündnispartner*innen, müssen zunächst Infos recherchiert und eingeholt werden, um den Forderungen entsprechend Ausdruck in den weltwärts Gremien verleihen zu können.

Du konntest beim Seminar-Wochenende nicht dabei sein, aber möchtest dennoch bei PFIF mitwirken? Kein Problem! Schick uns einfach eine Email.

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