Wahl 2020

Willkommen auf der Seite der Wahlen für den Programmsteuerungsausschuss. Hier kannst du alle KandidatiInnen sehen und dich entscheiden:
Wahlberechtigt sind alle ehemaligen Freiwilligen, die in den letzten 10 Jahren ihren weltwärts-Freiwilligendienst gemacht haben und diesen vollständig beendet haben (d.h. Besuch eines Nachbereitungsseminars und Abgabe des Abschlussberichts).



Amanda Badicke

Was ist dein Name?
Mein Name ist Amanda Badicke.

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Von Oktober 2018 bis Juni 2019 war ich mit weltwärts in Blantyre, Malawi. Am Fuße des wunderschönen Berges Soche arbeitete ich als Informations- und Kommunikationstechnologie-Dozent.

Was machst du zur Zeit?
Zur Zeit arbeite ich in der neuen Abteilung „Digitalisierung“ der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ich bin verantwortlich für die Leitung innovativer Projekte, die die Verwaltung unterstützen sollen effektiver zu sein, um sich auf die kreative, herausfordernde Arbeit zu fokussieren.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Ich würde mir wünschen einen besseren Weg zu finden, um die Qualität von Entsende- UND Partnerorganisation zu verbessern. Aus der Erfahrung mit anderen Freiwilligen habe ich viel Kritik an entweder Entsende- und/ oder Partnerorganisation wahrgenommen.
Mein anderer Fokus ist die Anzahl der weltwärts-Freiwilligen zu steigern indem z.B. ehemalige Freiwillige Präsentationen in Schulen oder Universitäten halten.

Wer ist deine Kindheitsheld*in und warum?
Als ich zwölf Jahre alt war, gab mir meine Tante das Buch „Le petit prince“ von Antoine de Saint-Exupéry. Seither ist es mein Lieblingsbuch und den Prinzen kann man als meinen Kindheitshelden bezeichnen. Als Kind fühlte ich mich verstanden von der Sicht des kleinen Prinzen auf die großen Leute:
„Wenn ihr euch über einen neuen Freund unterhaltet, wollen [die großen Leute] nie das Wesentliche wissen. Sie fragen dich nie: »Wie ist der Klang seiner Stimme? […] Sammelt er Schmetterlinge?« Sie wollen lieber wissen: »Wie alt ist er? […] Wieviel verdient sein Vater?« Erst dann werden sie glauben, ihn zu kennen.

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Anna Thiemann

Wie heißt du?
Anna Thiemann

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Ich war 2018/19 in Kirgisistan und habe in einer Schule in der Hauptstadt Bishkek im Deutsch- und Englischunterricht geholfen.

Was machst du zur Zeit?
Im Moment bin ich, auch als Freiwillige, in Island. Ich arbeite bei einer NGO die workcampsorganisiert und helfe bei der Freiwilligenvermittlung.

Was sind deine Wünsche und Ideen für weltwärts und warum?
Mein weltwärts Dienst war für mich sehr prägend, und eine tolle Erfahrung. Ich finde alsFreiwillig*e, gerade wenn man in Entwicklungsländern eingesetzt wird, muss man sich aberauch viele Gedanken darüber machen, welche Rolle man spielt und wozu man absichtlichoder unabsichtlich beiträgt.Ich denke dass es noch viele Chancen und Möglichkeiten gibt um weltwärts gerechter,offener und zugänglicher zu machen.Besonders finde ich dass die Beziehung zwischen Deutschland und den Zielländern nochmehr auf Gleichwertigkeit abzielen sollte, so dass alle – Freiwillige, Einsatzstelle undZielländer gleich von dem Dienst profitieren.Ein Weg um das zu erreichen wäre mehr Freiwillige im Süd-Nord Austausch zu fördern.Schließlich ist weltwärts ein Lerndienst der auf interkulturellen Austausch abzielt. Der kannmeiner Meinung nach nur auf Augenhöhe sein, wenn beide Seiten Auslands- undArbeitserfahrungen sammeln und sich darüber austauschen können.Außerdem glaube ich, dass man die Freiwilligen noch besser für ihre Rolle sensibilisierenkönnte. Zum Beispiel indem man in der Vorbereitung mehr über die Problematiken einesFreiwilligendienstes spricht, aber auch über die Grenzen der Verantwortung die man alsFreiwillige*r hat.Zuletzt denke ich, dass es sehr hilfreich wäre, wenn ein Training vor Ort, das ganz konkretmit der Arbeit zu tun hat, verpflichtend würde. Ich glaube, dass man den Freiwilligen so vieleUnsicherheiten nehmen könnte.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Meine Kindheitsheldin ist Momo weil ich ihren Charakter und ihre Art die Welt zu verändernbewundere.

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Anna Schulz-Schrade

Wie heißt du?
Anna Schulz-Schrade

Wo und wann warst Du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Von August 2018 bis August 2019 bei Cáritas Chiclayo in Peru.Ich war Teil des lokalen Freiwilligenprogrammes von Young Cáritas, wo junge Peruaner undPeruanerinnen aus Chiclayo sich als Freiwillige für ihre Stadt engagieren. Gemeinsam waren wir inNachhilfe- und Bastelprojekten mit Kindern tätig.Außerdem durfte ich im Cáritas Projekt zu „Krisenprävention bei Überschwemmungsgefahr“ inKooperation mit dem peruanischen Zivilschutz dabei sein und in dem Zusammenhang eineneigenen Workshop gestalten und an 4 Schulen auf dem Land zusammen mit meinem MentorLanty durchführen, der aus einer theoretischen Einheit über Naturphänomene bestand und auseiner Praxiseinheit, in der wir einen überschwemmungssicheren Schulgarten auf Stelzen angelegthaben.

Was mich mindestens genauso beschäftigt hat, war der ständige Lernprozess und die kritische Auseinandersetzung mit meiner Rolle als Freiwillige, mein Handeln und Auftreten stets zu hinterfragen und zu reflektieren.

Was machst du zurzeit?
Zurzeit studiere ich VWL an der Universität Mannheim. Ich bin auch bei Color Esperanza aktiv,einem gemeinnützigen Verein von ehemaligen Peru-Freiwilligen meiner Entsendeorganisation. DerVerein hat verschiedene Projekte, u.a. VAMOS!, wodurch Peruaner über die Süd-NordKomponente einen Freiwilligendienst in Deutschland machen können.

Was sind Deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Zum einen wünsche ich mir, dass die Süd-Nord Komponente noch weiter ausgebaut wird und somehr junge Menschen aus dem Globalen Süden die Möglichkeit haben, einen solchen Dienst zuleisten. Das Verhältnis zwischen Incoming und Outgoing sollte viel ausgeglichener und gerechterwerden.

Zum anderen fände ich es toll, wenn die Einsatzstellen mehr in den Prozess mit eingebundenwerden, beispielsweise in Form von Seminaren mit Anleitern oder Mentoren der Freiwilligen, umihnen Raum für Austausch und Vernetzung mit anderen, sowie mehr Mitspracherecht zugeben.Außerdem sollte weltwärts noch mehr andere Zielgruppen, wie junge Erwachsene mitabgeschlossener Ausbildung oder Studium bzw. aus weniger wohlhabenden Familien,ansprechen. Aktuell sind die meisten Freiwilligen Abiturienten, die gerade die Schuleabgeschlossen haben und meist aus relative wohlhabenden Familien kommen.Zu guter Letzt ist weltwärts ja ein „entwicklungspolitischer“ Freiwilligendienst, wobei ich das WortEntwicklung kritisch sehe. Ich wünsche mir, dass innerhalb des Programms postkolonialeStrukturen weiter aufgearbeitet werden und dass auch bei der Vor- und Nachbereitung derFreiwilligen noch mehr der Fokus auf Sensibilisierung in Bezug auf Diskriminierung,Postkolonialismus, Privilegien, Rassismus usw. und auf kritische Selbsthinterfragung undSelbstreflektion gelegt wird.

Wer ist Deine Kindheitsheldin oder Dein Kindheitsheld und warum?
Mein Kindheitsheld ist bis heute mein Opa, weil er immer die besten Geschichten erzählt hat undeinfach auf jede Frage eine Antwort hatte.

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Elena Bernhofer

Wie heißt du?
Hallo, mein Name ist Elena Bernhofer und ich würde uns Freiwillige gerne als Repräsentantin im PSA vertreten.

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Meinen Freiwilligendienst verbrachte ich 2016/2017 nach meinem Abitur in Ecuador. Dort arbeitete ich in der Jugendarbeit der Erzdiözese Cuenca (der drittgrößten Stadt Ecuadors), organisierte zusammen mit einheimischen engagierten Jugendlichen Events und Workshops für Jugendgruppen und war einmal im Monat im Radio.

Was machst du zur Zeit?
Derzeit bin ich in den letzten Zügen meines Sprachwissenschaftsbachelors in Innsbruck und plane, das nächste Jahr erst einmal Berufserfahrung zu sammeln.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Ich finde das Konzept von weltwärts mit begleiteter Auslandserfahrung sehr gut, allerdings gibt es meiner Meinung nach durchaus Verbesserungsbedarf, etwa bei den konkreten Tätigkeiten der Freiwilligen: Meist direkt nach dem Abi, ohne derartige Qualifikation im Ausland etwa als Lehrer*in tätig zu sein, finde ich problematisch. Zunächst ist es natürlich eine Herausforderung für die Freiwilligen selbst, aber vor allem ist es unfair den Einheimischen gegenüber – die lange für die gleiche Stelle studiert haben – und reproduziert kolonialistische Strukturen. Eine Tätigkeit auf Augenhöhe, die der Qualifikation der Freiwilligen entspricht und im Projekt zwar wichtig, aber nicht essenziell ist, wäre meiner Meinung nach für beide Parteien eine Verbesserung.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Mich auf eine Kindheitsheld*in festzulegen fällt mir etwas schwer… Eine von ihnen ist aber sicher Ronja Räubertochter. Dieses Buch habe ich unzählige Male gelesen/vorgelesen bekommen und immer Ronjas Wildheit, Unabhängigkeit und Gutherzigkeit bewundert.

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Franka Sophie Starke

Wie heißt du?
Hallo! Ich bin die Franka, 20, und Studentin der Politikwissenschaft und der Spanischen Philologie im hohen Norden Deutschlands, an der CAU Kiel.

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Mein weltwärts Jahr habe ich 2017-2018 in Peru gemacht, genauer gesagt im Süden von Lima, Villa el Salvador. Mein Arbeitsplatz hatte ich an der staatlichen Schule „Fe y Alegría No. 17“. Gewusst habe ich im Voraus, dass ich Deutsch und Englisch unterrichten soll. Daneben habe ich einen Kinderchor gegründet, eine Theatergruppe geleitet, musikalische Früherziehung in den Stundenplan der Kleinsten integriert und im Sommer Kunst und Tanz-AG’s angeboten. Mein Projektplatz hat mir ganz vielfältige Möglichkeiten gegeben, die ich sehr dankbar und gerne angenommen habe.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Meine Grundidee für weltwärts ist es das Programm an sich zu stärken, zu vitalisieren und zu entwickeln – ganz im Sinne seiner Grenzen und Schwierigkeiten. Ich möchte, dass sich das Programm noch mehr mit seiner Kritik auseinandersetzt. Ich möchte, dass sich sowohl Initiatoren_innen, beteiligte Organisationen als auch Teilnehmer_innen aktiv mit den Herausforderungen, denen weltwärts ausgesetzt ist, beschäftigen.

Damit meine ich neben der Kritik an Entwicklungshilfe im allgemeinen Sinn auch globale Herausforderungen wie die Klimakrise. Weltwärts kann und – muss meiner Meinung nach – eine Rolle und Funktion in diesen Prozessen einnehmen.

Fragen, die mich momentan in Hinblick auf weltwärts beschäftigen sind unter anderem: Wie kann man der Abhängigkeit entgegenwirken? Wie sehr leiden Projekte unter dem plötzlichen Abzug von Freiwilligen_innen? Wie kann man die frühzeitig rückgekehrten Freiwilligen_innen unterstützen? Unser derzeitiger Standpunkt ist sicherlich einzigartig, muss aber genauso als Grundlage für Veränderung gesehen werden.

Als Mitglied des Programmsteuerungsausschuss würde ich weltwärts gerne mitgestalten, die Interessen der Freiwilligen_innen vertreten und das Programm im Sinne und zu Gunsten aller ehemaligen und künftigen Teilnehmer_innen beeinflussen.

Ein Beispiel: Die Süd-Nord Komponente halte ich für eine sinnvolle und sehr wichtige Ergänzung des Programms und dennoch sehe ich Potential darin, aus „Ergänzung“ oder „Rückprogramm“ einen gleichwertigen Austausch zu entwickeln. Durch gezielteren Kontakt zwischen Nord-Süd und Süd-Nord-Freiwilligen_innen könnte dieser direkte Austausch gefördert werden.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Als Kind war ich ehrlich gesagt immer Fan von Prinzessin Lillifee. Tatsächlich ein absolutes Negativbeispiel von einer stereotypen, nicht emanzipierten Kinderbuchfigur. Auch wenn ich heute sicherlich kritischer auf die Gendering-Prozesse blicke, fand ich Prinzessin Lillifee damals eben toll, weil sie fliegen kann, in einer zauberhaften Umgebung lebt und Tieren hilft. Ich mochte auch Ronja Räubertochter, weil sie mutig war und frech, weil sie ihren Willen durchsetze und immer im Grünen herumgetobt ist.

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Joel Kasten

Wie heißt du?
Joel Kasten

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Ich war mit weltwärts von August,2016 bis Juli,2017 in Chiang Rai, Thailand und habe als Englischlehrer an einer Schule unterrichtet.

Was machst du zurzeit?
Ich lebe derzeit wieder in Chiang Rai und bin Schüler an einer Thaimassageschule. Ich werde aber noch dieses Jahr, vermutlich schon in den nächsten Monaten für einige Jahre zurück nach Deutschland gehen.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Ich würde mir wünschen, dass sinnvolle Freiwilligendienste weiterhin bzw. noch mehr gefördert werden.
Stabilität zu schaffen in dem man vorhandene notwendige Strukturen sichert und weiter ausbaut. Ein weiterer Punkt ist die Optimierung und Erweiterung des Gesamtprogramms oder auch spezifische Einzelprogramme zu optimieren oder ggf zu beenden. Wichtig ist flexibel und aktuell zu bleiben um sich den Veränderungen auf der Welt anzupassen.
Desweiteren würde ich mir sehr klare Transparenz darüber wünschen, was vor Ort mit Fördergeldern passiert.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Meine Kindheitshelden waren hauptsächlich Charaktere aus Animes, wie zum Beispiel Naruto.

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Johannes Röder

Wie heißt du?
Ich bin Johannes (JoJo) Röder, 21 Jahre alt.

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Meinen Freiwilligendienst habe ich 17/18 beim YMCA Santiago de Chile gemacht. Dort habe ich Gruppenstunden und Programmpunkte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geplant und abgehalten. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Jugendlichen vor Ort sind wir regelmäßig auf die Straße gegangen und haben Tee und Brötchen an Obdachlose verteilt. Im Sommer war ich beim Kindersommerferienprogramm dabei und habe auf verschiedenen Kinder-, Jugend- und Familienfreizeiten tatkräftig an allen Ecken und Enden mitgearbeitet.

Was machst du zur Zeit?
Seit meinem Freiwilligendienst studiere ich Informatik in Aachen und arbeite als Werksstudent in der Softwareentwicklung. Nebenbei bin ich in der internationalen Arbeit des CVJM Bayern und der Rückkehrendenarbeit des CVJM Deutschland ehrenamtlich am Start. Seit knapp 6 Wochen bringe ich mich bei der Freiwilligenvertretung PFIF ein.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Ich schätze Weltwärts als ein sehr wichtiges Programm für internationale Beziehungen und interkulturellen Austausch! Bisher hat es jedoch den Ruf (und das spiegelt sich auch in den Statistiken wider), dass vor allem privilegierte Deutsche in den globalen Süden reisen. Zum Beispiel ist der Prozentsatz der Freiwilligen, die keine allgemeine Hochschulreife haben, sehr gering. Hinzu kommt, dass es bisher noch sehr wenige Süd-Nord Freiwillige (Freiwillige, die aus Partnerländern nach Deutschland kommen) gibt. Neben anderen Aspekten, in denen sich Weltwärts noch weiterentwickeln kann, glaube ich, dass es sich lohnt für diese beiden Punkte einzusetzen.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Mein Kindheitsheld war (bzw. ist es auch noch ein bisschen 😊) Tony Stark aus den Iron Man Filmen. Obwohl er doch recht selbstverliebt und teils arrogant ist, verbindet er meine Liebe zur Technik mit dem Traum fliegen zu können. Außerdem bin ich generell ein großer Fan von Action und Science-Fiction.

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Nele Aulbert

Wie heißt du?
Ich heiße Nele Aulbert und bin 21 Jahre alt.

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Ich war 2017/18 über das „weltwärts“-Programm in Buenos Aires, Argentinien. Dort habe ich in Los Polvorines, einem Stadtteil im Großraum Buenos Aires, in einem Schulzentrum gearbeitet. Das Zentrum bestand aus einem Kindergarten, einer Primaria (Grundschule) und einer Secundaria (weiterführende Schule). Mein Mitfreiwilliger und ich haben vor allem im Kindergarten mitgeholfen, haben den Kindern unsere Liebe zur Musik nähergebracht, mit ihnen Auftritte geprobt, gelacht, gebastelt und sehr viel Spaß gehabt. Ich habe das Projekt vom ersten Tag an sehr gemocht und vermisse meine Kolleginnen und die Kinder sehr. 

Was machst du zurzeit?
Ich lebe in Hamburg und studiere Ethnologie und Lateinamerika-Studien. Ich habe mich auf Politikwissenschaften und Literaturwissenschaften in Lateinamerika spezialisiert und möchte mit diesem Studium gerne in den Journalismus gehen und in der Entwicklungspolitik mitwirken. Ich spiele gerne Cello, schreibe für mein Leben gern und diskutiere viel mit meinen Freunden über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. 

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Ich persönlich habe unglaublich tolle Erfahrungen in meinem Jahr mit „weltwärts“ gemacht. Doch ich habe auch schon mit Freunden gesprochen, die traumatische Erlebnisse durchlebt haben. Ich wünsche mir dahingehend eine bessere Kommunikation, einen Austausch und Transparenz. Dafür möchte ich gerne zum Beispiel über die standardisierten Erfahrungsberichte sprechen.

Zudem möchte ich gerne über eine Plattform nachdenken, auf der ehemalige Freiwillige sich verknüpfen, Verbindungen halten und neue Freundschaften aufbauen können.

Im Gesamten möchte ich meine Begeisterung für das Freiwilligen-Programm von „weltwärts” weitergeben, mich aber auch offen mit der Kritik an dem Programm auseinandersetzen und mich so für die kommenden Generationen einsetzen können.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Meine Kindheitsheldin war und wird immer Pippi Langstrumpf sein. Pippi geht auf jeden ihrer Mitmenschen offen und unvoreingenommen zu, sie sieht in jedem Menschen einen neuen Freund und hört ihren Freunden immer aufmerksam zu, um von ihnen zu lernen. Ihre Waffe ist die Liebe, die sie ausstrahlt und das Lachen, das ihr selten vom Gesicht fällt. Sie kommuniziert ihre Gefühle immer ehrlich, hat eine blühende Fantasie und ist einfach ein Knaller.

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Nicolas Eschenbruch

Wie heißt du?
Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Ich heiße Nico(las Eschenbruch) und war 2014/2015 mit der KURVE Wustrow für ein Jahr im Freiwilligendienst bei einer Umweltbildungsorgansiation in Indien.

Was machst du zur Zeit?
Seitdem arbeite ich ehrenamtlich mit anderen Rückkehrer*innen an der Organisation unseres Süd-Nord Austausches mit dem jährlich 2-3 Freiwillige nach Deutschland kommen. Des weiteren schließe ich gerade mein M.Sc. Studium der Political Economy an der Uni Amsterdam mit einer Abschlussarbeit zur politischen Ökonomie der Energiewende in Indien ab.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Zwei Herzensanliegen von mir für das weltwärts Programm sind der Ausbau und die Gleichberechtigung der Süd-Nord Komponente sowie die Vertiefung der Rückkehrarbeit insbesondere kurz nach dem Freiwilligendienst.

Bei der Organisation des Süd-Nord Freiwilligendienstes stoßen wir zu oft an die Grenzen der eigenen Ansprüche in Bezug auf offene Zugangsberechtigungen, passende und fördernde Einsatzstellen sowie administrative Verantwortung. Inzwischen werden bei uns glücklicherweise der Bewerbungsprozess und die Seminarbegleitung im Herkunftsland eigenverantwortlich und ehrenamtlich von zurückgekehrten Süd-Nord Freiwilligen übernommen. Dabei haben wir jedoch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die derzeitigen Strukturen nicht auf Partner(-organisationen) auf Augenhöhe in Ländern des Global Südens ausgelegt sind. Zudem bleibt es eine besondere Herausforderung, Einsatzstellen zu finden die für die meist älteren Freiwilligen aktive Lernerfahrungen über bloße Beschäftigung hinaus bieten. Sprache ist bei Beidem ein ganz zentrales Element.

Zweitens habe ich selber und in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass für das Engagement über den FWD hinaus vor allem die aktive Begleitung im ersten Halbjahr nach der Rückkehr entscheidend ist. Dafür sind Projekte wie die Und Jetzt Konferenz, ehemals WinD oder andere Projekte von großer Bedeutung. Ich hatte das große Glück, sowohl an der eFeF Weiterbildung als Teil von weltwärts als auch an einem externen Rückkehr Seminar mit Freiwilligen aus verschiedenen Projekten teilnehmen zu können. Diese haben mein weiteres Engagement entscheidend geprägt, dass sich sonst wohl wie so oft schnell im Ortswechsel, Studienbeginn oder Ähnlichem verloren hätte.

Zu guter letzt habe ich mich im Rahmen meines Studiums viel damit beschäftigt, wie sehr Strukturen und der Aufbau von Finanzierung das endgültige Aussehen eines Programms beeinflussen. Leider oft im negativen, aber gerade deswegen möchte ich selber gerne an einem positiven Einfluss im PSA mitarbeiten. Seit der Kindheit haben mich hier schon immer die begeisterten Lehrer*innen inspiriert, die unser Interesse an den jeweiligen Themen wecken konnten und uns dazu ermuntert haben, die eigene Rolle zu hinterfragen und aktiv zu werden.

Viele Grüße Nico

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Oliver Grauer

Wie heißt du?
Ich heiße Oliver Grauer.

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Ich war ein Jahr (2018-2019) über die Organisation Afs-Interkulturelle Begegnungen in Peru und habe in einem sozialen Projekt in Trujillo, einer Kolonialstadt am Meer, gearbeitet. Dort betreute, begleitete und unterrichtete ich Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen in einer Förderschule. In einer Klasse von acht Kindern bereitete ich Lernmaterialien vor, unterstützte die Lehrerin während des Unterrichts und leitete selbst einige Unterrichtseinheiten, welche darauf abzielten die Kinder mehr zur Selbstständigkeit zu bringen und ihnen alltägliche Dinge wie sich Anziehen, Essen und Getränke machen oder Malen und Zeichnen beizubringen.

Was machst du zurzeit?
Zurzeit arbeite ich und engagiere mich nebenbei ehrenamtlich in einem Krankenhaus hier in meiner Heimatstadt Kempten, ab Herbst studiere ich Jura in München.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Ich möchte mich vor allem für einen verstärkten Reverse, sprich den Süd-Nord Austausch einsetzen, weil ich finde dass alle jungen Leute die Chance haben sollten einen solchen Freiwilligendienst zu machen und ihre Erfahrungen in ihren Ländern zu teilen und so umso mehr bzw. nur dann wirklich nachhaltig ein gleichheitliches globales Verständnis der kulturellen und entwicklungspolitischen Beziehungen stattfindet.
Leider waren viele meiner Mitfreiwilligen in weniger erfreulichen Projekten, ich würde mir wünschen, dass eine bessere Projektauswahl stattfindet, mit mehr überprüften Projekten, in denen man gebraucht wird und etwas sinnvolles beitragen kann.
Da die Erde der einzige Planet ist, den wir haben, ist es mir wichtig „grün“ zu denken und zu handeln.

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Einer meiner Kindheitshelden war Yoda aus Star Wars, weil er die Weisheit hat für alle Dinge eine Lösung zu finden und zeigt dass es auf innere Stärke und die Einstellung ankommt.

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Pius Halder

Wie heißt du?
Ich heiße Pius Halder und bin 20Jahre alt.

 Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht?
Ich war 2018-2019 über Misereor in Gisenyi im Westen  Ruandas bei der Organisation VJN. In  den 10 Monaten, die ich dort verbringen durfte,habe  ich unter anderem während der Schulferien  einen Monat lang jeden Tag als einer der Coaches auf dem Basketballplatz gestanden oder habe in einer Schule mit behinderten Kindern gearbeitet. Aber das persöhlich Wichtigste war das von uns zwei Freiwilligen selbst zu organisierende Projekt für die offiziell in Ruanda nicht existierenden Straßenkinder. Wir haben grundsätzlich ein mal pro Woche uns mit den ca. 70 Kindern getroffen  mit ihnen gespielt, über Probleme geredet, Verletzungen notdürftig behandelt und  zusammen etwas gegessen. Auch haben wir mit Unterstützung von Kollegen von VJN die Kinder über HIV und andere Krankheiten aufgeklärt.

Was machst du zurzeit?
Seit meiner Rückkehr aus Ruanda jobbe ich in Rostock bei der Deutschen Post. Um ein bisschen Abwechslung in meinen Arbeitsalltag zu bringen trainiere ich fast täglich auf dem Rad und cruise dann jeden Sommer seit drei Jahren alleine ganz entspannt mit Zelt und Fahrrad durch Deutschland, um einfach mehr über mich selbst, das Land und die Leute zu erfahren indem ich lebe. Ab Herbst werde ich dann in Marburg Politikwissenschaften und Soziologie studieren.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts?
Da der Freiwilligendienst hauptsächlich von den jeweiligen Entsende-Organisationen beworben wird und das auch meistens nur sehr regional und sehr spezifisch auf die Einsatzstellen bezogen, wird vielen Interessierten vermutlich daher gar nicht bewusst, wie immens viele Möglichkeiten sich bei anderen Organisationen bieten. Also der konkrete Vorschlag: eine generelle Werbekampagne für „ weltwärts“ als Programm initiieren, welche das Augenmerk einfach die Vielzahl der Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes legt.

Wer ist dein*eKindheitsheld*in und warum?
Meine Eltern sind definitiv meine Helden meiner Kindheit, nicht nur weil sie unfassbar coole Berufe haben (Notärztin im Hubschrauber und Professor für Geschichte), sondern weil sie mir immer wieder zeigen, dass man alles auch aus einer anderen Perspektive betrachten kann und nur weil etwas so ist, es nicht so bleiben muss: „Nichts war schon immer so.“

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Valentina Schott

Wie heißt du? 
Ich heiße Valentina Louise Schott 

Wo und wann warst du mit weltwärts weg und was hast du gemacht? 
Ich war von September 2016 bis August 2017 im Rahmen des weltwärts-Programms in León, Mexiko. Dort habe ich in einer Einrichtung für benachteiligte Kinder und Jugendliche gearbeitet.

Was machst du zurzeit? 
Ich studiere „Internationale Beziehungen/Rechtswissenschaften“ in Erfurt und engagiere mich regelmäßig bei meiner Entsendeorganisation „ijgd“.

Was sind deine Ideen und Wünsche für weltwärts? 
Ich möchte nicht, dass weltwärts ein einseitiges Freiwilligenprogramm ist, das Jugendliche von Deutschland in Länder des globalen Süden schickt. Deswegen möchte ich das Süd-Nord-Programm stärken und den Austausch der Süd-Nord-Freiwilligen mit angehenden Freiwilligen intensivieren.

Eine wichtige Basis dafür bildet auch die Unterstützung durch ehemalige Freiwillige. 

Wer ist dein*e Kindheitsheld*in und warum?
Die Maus aus „Die Sendung mit der Maus“. Intelligent und unterhaltsam. Klimper, klimper.

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